Die hässlichste Hündin der Welt – und warum wir sie feiern

Manchmal ist News-Lesen wie ein Blick in den Spiegel: Diesen August wurde in Kalifornien eine Möpsin zur „hässlichsten Hündin der Welt" gekürt – und wir bei unsermops feiern das, statt beleidigt zu sein. Zu Recht, wie wir finden.
Jinny Lu holt sich die Krone
Bei der diesjährigen „World's Ugliest Dog"-Competition in Santa Rosa, Kalifornien, gewann die sechsjährige Möpsin Jinny Lu – nach ganzen vier Anläufen. Gerettet wurde sie einst von Tierschützern in Südkorea, heute lebt sie bei ihrer Halterin Michelle Grady. Der Wettbewerb selbst gibt es schon seit fünfzig Jahren, und sein eigentlicher Zweck ist längst kein reiner Schönheitswettbewerb mehr: Er soll zeigen, dass Rettungshunde – egal wie schief die Zähne, wie krumm die Nase – jede Menge Liebe verdienen.
Warum „hässlich" bei einem Mops eigentlich ein Kompliment ist
Wer einen Mops zu Hause hat, weiß: Genau die Dinge, die auf den ersten Blick schrullig wirken – die tiefen Falten, die vorstehenden Augen, das leicht schiefe Grinsen – sind es, die einen Mops unverwechselbar machen. Kein Mops sieht aus wie der andere, und genau darin liegt der Charme. Ein Wettbewerb, der das ausdrücklich feiert, trifft bei uns also einen Nerv.
Und was hat das mit uns zu tun?
Alonso wird garantiert nie bei diesem Wettbewerb antreten – dafür hält er sich selbst für viel zu kaiserlich. Aber die Geschichte von Jinny Lu erinnert uns daran, worum es eigentlich geht: nicht um makellose Rassestandards, sondern um Charakter, um die zweite Chance eines Rettungshundes, und um Gesichter, die man einfach nicht vergisst. In diesem Sinne: Glückwunsch, Jinny Lu. Du hast es verdient.
